Die Sammlungstätigkeit der Stiftung Kunsthaus Grenchen ist primär auf Originaldruckgrafik ausgerichtet. Diese Schwergewichtsbildung hat sich von anfang an aus mehreren Gründen aufgedrängt. Zum einen bildeten die an den ersten Grafik-Triennalen angekauften internationalen Werke den eigentlichen Grundstock der Sammlung; zum andern fühlt man sich gemeinsam mit der Kunstgesellschaft (welche nach wie vor Trägerin der Grafik-Triennale ist) dieser Kunstrichtung besonders verbunden. Und schliesslich wollte man ein eigenständiges Sammlungsgebiet bearbeiten, welches nicht bereits von zahlreichen andern Sammlungen besetzt war.
Die heute bestehende öffentliche Grafiksammlung kann sich durchaus sehen lassen, zählt sie doch neben dem Kupferstichkabinett Basel und der grafischen Sammlung der ETH-Zürich zu den bedeutendsten Sammlungen dieser Richtung.
Die Grafiksammlung wurde von Anfang an international ausgerichtet, was v.a. durch gezielte Ankäufe anlässlich der Grafik-Triennalen möglich war. Daneben bestehen nationale und regionale Schwergewichte. Im Auftrag des Kantons Solothurn werden zudem regelmässig Grafiken von Solothurner Künstlern angekauft ("Solodorensia").
Die Sammlungstätigkeit wurde bewusst nicht ausschliesslich auf Grafik ausgerichtet. Vielmehr wurden immer wieder Gelegenheiten ergriffen, gute Werke zeitgenössischer Künstler zu erwerben, wobei in der Regel darauf geachtet wird, dass diese Werke einen Bezug zur Grafiksammlung haben, indem sie das weitere Werk von in der Grafiksammlung vertretenen Künstlern dokumentieren (z.B. Brodwolf, Eggen-schwyler, Iseli, Travaglini, F.A. Wyss,).
Im Kunsthausgarten wurde ferner ein kleiner "Skulpturengarten" angelegt, der eine weitere Facette der Sammlungstätigkeit beleuchtet.
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